Freiheit, die ich meine

Diese Bilder sind nicht aus einer anderen Welt. Sie sind nicht 1000 Jahre alt. Sie sind nicht von einem fernen oder fremden Volk, das uns nichts angeht. Sie sind nicht aus einem Film. Sie sind nicht gestellt.

Sie sind von meinem Großonkel. Einem damals 18 jährigen Bauernbuben, der eingezogen wurde. Der für einen demokratisch gewählten Führer, für sein Volk und sein Vaterland in den Wahnsinn gezogen ist, ziehen musste. Der seinen Kopf hingehalten, sein Leben riskiert hat.

Er hat überlebt. Verwundet, aber überlebt. Kriegsgefangenschaft, Russland, Kohlenbergwerk. Für sich. Für uns. Für mich. 1949 Spätheimkehrer. Gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet. Deutschland mit aufgebaut. Von unten.

Was mache ich daraus, was mache ich aus meinem geschenkten Leben in Freiheit?

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8 Kommentare

  1. Bin durch Zufall über diese Seite gestolpert. Ich habe zu Hause auch ein Kiste voller solcher Fotos. Die sind allerdings von meinem Vater Jhrg. 1918, der wohl eine ähnliche „Jugend“ erleben mußte.

  2. Eben habe ich das meiner Großtante gezeigt, die zu Besuch ist. 1944 war sie auch 18 und seit 5 Jahren ausgewandert (worden). „Genießen soll er es, der Jung“, meint sie. Dafür seien Geschenke da.


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